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EIP Exotisches Österreich

Exotisch trifft regional!

Das Projekt "Exotisches Österreich – Phase 2" untersucht in Anbauversuchen in mehreren Regionen Österreichs, welche exotischen Bio-Gewürz-, Kräuter- und Teearten unter heimischen Bedingungen erfolgreich angebaut und verarbeitet werden können.
Ziel ist es, praxisnahe Anbau- und Verarbeitungsempfehlungen zu erarbeiten, neue marktfähige Produkte zu entwickeln und damit Betrieben zusätzliche Absatzmöglichkeiten sowie mehr Unabhängigkeit von Importen zu eröffnen – bei gleichzeitiger Stärkung der regionalen Bio-Landwirtschaft.Kultivierung exotischer Bio-Gewürze, Kräuter und Teepflanzen regional in Österreich!

In diesem Forschungsprojekt schlossen sich starke Partner zusammen, wie:

- Österreichischen Bergkräuter Genossenschaft
- August Staudinger und Partner
- Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)
- Fachhochschule Wiener Neustadt
- FiBL Österreich – Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Biokompetenzzentrum)
- Versuchsstation für Spezialkulturen Wies
- Verein "Faire Biogetreide-Vermarktung"
- BIO AUSTRIA

Gemeinsam arbeitet man an dem Ziel, bisher importierte Tee- und Gewürzkräuter, künftig auf österreichischen Feldern gedeihen zu lassen – nachhaltig, biologisch und innovativ!

Wir wollen
- Importierte Produkte durch regionale Alternativen ersetzen
- Die biologische Landwirtschaft stärken
- Neue wirtschaftliche Chancen für heimische Betriebe schaffen

 

Projektbeschreibung:

 

Exotisches Österreich: Evaluierung und Anbau ausgewählter exotischer Bio-Gewürz-, Kräuter- und Teearten in Österreich

Das Projekt "Exotisches Österreich" zielt darauf ab, die österreichische Landwirtschaft durch den Anbau von exotischen Bio-Gewürz-, Kräuter- und Teearten zu diversifizieren. Dabei werden Anbauversuche in verschiedenen Regionen durchgeführt, um neue, marktreife Produkte zu entwickeln. Ziel ist es, Landwirtinnen und Landwirte zu unterstützen, neue regionale Absatzmärkte zu erschließen und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Das Projekt trägt zur Förderung der biologischen Landwirtschaft und zur nachhaltigen Nutzung landwirtschaftlicher Flächen bei. 

Im Projekt "Exotisches Österreich" werden folgende Aktivitäten umgesetzt, um den Anbau und die Verarbeitung exotischer Bio-Gewürz-, Kräuter- und Teearten in Österreich zu erforschen und zu optimieren: 

  • Anbauversuche in verschiedenen Regionen: Exotische Pflanzen werden im Mühlviertel und in der Steiermark auf ihre Eignung unter österreichischen Bedingungen getestet.

  • Entwicklung von Anbau-, Ernte- und Verarbeitungsmethoden: Techniken für den nachhaltigen Anbau, die Ernte, die Trocknung und die Verarbeitung werden optimiert, um die Qualität und Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

  • Wissenschaftliche Forschung: Analysen zu Anbaubedingungen, Bodenbeschaffenheit und Pflanzengesundheit werden durchgeführt, um die besten Praktiken für den Anbau von exotischen Pflanzen zu ermitteln.

  • Marktanalyse und Wirtschaftlichkeitsprüfungen: Es wird untersucht, ob der Anbau exotischer Pflanzen wirtschaftlich tragfähig ist und welche Marktpotenziale bestehen.

  • Schulungen und Wissensvermittlung: Durch Workshops, Leitfäden und Online-Kanäle werden Landwirtinnen und Landwirte in den erarbeiteten Anbau- und Verarbeitungsmethoden geschult.

  • Öffentlichkeitsarbeit und Ergebnisverbreitung: Ergebnisse werden über Social Media, Newsletter, Fachpublikationen sowie auf Veranstaltungen und Workshops verbreitet. Kooperation mit Partnerinnen und Partnern: Forschungsinstitutionen wie die BOKU Wien und landwirtschaftliche Organisationen unterstützen das Projekt durch wissenschaftliche Expertise und praktische Versuche. 

Das Projekt soll österreichischen Landwirtinnen und Landwirten neue wirtschaftliche Chancen bieten, die regionale Wertschöpfung fördern und die Abhängigkeit von Importen verringern. 

 

Update 2025

Zu Beginn des Projektes wurden die Kulturen in enger Zusammenarbeit mit den landwirtschaftlichen Betrieben und Forschungspartnern standortbezogen ausgewählt. Berücksichtigt wurden dabei u. a. klimatische Bedingungen, Bodenbeschaffenheit, technologische Möglichkeiten der Betriebe sowie Saatgut- bzw. Pflanzenverfügbarkeit. Insgesamt wurden folgende Kulturen für das Jahr 2025 zur Umsetzung eingeplant:

  • Tulsikraut
  • Goldmelisse 
  • Griechisches Bergkraut 
  • Artischocke
  • Szechuan Pfeffer
  • Grüntee

    sowie testweise auch: 

  • Honeybusch
  • Rotbusch
  • Tasmanischer Pfeffer

Zu Beginn der Vegetationsperiode 2025 wurden an sämtlichen Praxis- und Exaktversuchsstandorten Bodenproben gezogen. Die Analysen bestätigen, dass die Versuchsflächen insgesamt eine gute Ausgangsbasis für den Anbau der gewählten Kulturen bieten.

Als große Herausforderung entpuppte sich die Beschaffung Saatgut sowie die Keimfähigkeit. 

Die Pflanzungen wurden je nach Kulturart als Beetstreifen oder Einzelpflanzung angelegt. Die Flächengrößen reichen dabei von rund 20 m² (bei Einzelpflanzen wie Szechuan Pfeffer) bis über 500 m² (bei Kräuterbeeten).

Gemeinsam wurde eine Boniturmethodik für die unterschiedlichen Kulturen entwickelt, die Aufschluss über die Keimfähigkeit geben und pflanzenbauliche Beobachtungen standardisieren soll und auch auf Verarbeitungseignung und sensorische Bewertung vorbereitet.

Bei einigen Kulturen gestaltete sich auch die Unkrautregulierung als schwierig.

Die Ergebnisse des ersten Anbaujahres zeigten, dass die untersuchten Kulturen standortsensibel sind und stark auf Pflanzzeitpunkt, Bodenbedingungen und Pflege reagieren. Um dem z.T. großen Wasserbedarf gerecht zu werden, wurden Mulchmaßnahmen durchgeführt. Besonders beim Grüntee sind weitere Anpassungen bei Bodenvorbereitung und Nährstoffmanagement notwendig. Es gilt auch, geeignete Sorten zu finden, u.a. hinsichtlich gewünschter bzw. unerwünschter Inhaltstoffe. 

In Frühjahr wird sich dann herausstellen, wie die Pflanzen auf die Kälte reagieren und wie groß die Überwinterungsfähigkeit ist.

Im Herbst konnten bereits geringe Mengen an Tulsikraut und Goldmelisse geerntet werden. Bei mehrjährigen Pflanzen wird eine erste Ernte erst nächstes Jahr erwartet.

Fazit

Im ersten Anbaujahr konnten die Projektpartner viele Erfahrungen in den Bereichen Saatgutbeschaffung, Anbaubedingungen und Kultivierungsmaßnahmen sammeln. 

 

Kontakt:

Astrid Schauer (Biokompetenzzentrum)
+43 680 2471736
astrid.schauer@fibl.org

Raoul Huprich (Projektpartner)
+43 (0) 7259 323 47 / 0660 988 42 26
raoul.huprich(at)staudinger-partner.com

 

Förderhinweis
Das Projekt 'Exotisches Österreich – Phase 2' wird im Rahmen der Fördermaßnahme 'Förderung von Operationellen Gruppen und von Innovationsprojekten im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft für landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit – EIP-AGRI, 2. Phase' (77-06) des GAP-Strategieplans Österreich 2023–2027 gefördert.

 

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